Der Knochenaufbau vor einer Zahnimplantation – was hat es damit auf sich?

Zahnimplantate sind eine bewährte Methode, um verlorene Zähne zu ersetzen und die Funktion sowie Ästhetik des Gebisses wiederherzustellen. Jedoch besitzen nicht alle Patientinnen und Patienten von Natur aus ausreichend Knochenmasse für eine erfolgreiche Implantation. In solchen Fällen kommt der Knochenaufbau vor der Implantation zum Einsatz. Diesen führen wir im Rahmen der Kieferchirurgie auch in unserem Zentrum Zahngesundheit in Ingolstadt durch. Was es damit genau auf sich hat, erklären wir hier.
Wann wird ein Knochenaufbau nötig?
Soll bei einer Patientin oder einem Patienten ein Implantat, also eine künstliche Zahnwurzel, in den Kieferknochen eingesetzt werden, muss im ersten Schritt die Knochenstruktur untersucht werden. Falls nicht genügend Knochenmasse für den ordentlichen Halt eines Zahnimplantats vorhanden ist, muss ein Knochenaufbau stattfinden. Moderne Bildgebungstechniken wie digitale Röntgenaufnahmen oder Computertomographie ermöglichen eine detaillierte Analyse des vorhandenen Knochengewebes.
Aus welchem Material wird der Kieferknochen aufgebaut?
Es existieren verschiedene Methoden für einen Knochenaufbau, abhängig von der individuellen Situation der Patientinnen und Patienten. Eine gängige Methode ist die Verwendung von körpereigenem Knochenmaterial, z.B aus benachbarten Kieferregionen. Alternativ, und auch immer häufiger, werden bioverträgliche synthetische oder tierische Knochenersatzmaterialien verwendet. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin wählt die geeignete Methode entsprechend der diagnostischen Ergebnisse aus.
Wie läuft ein Knochenaufbau ab?
Der Knochenaufbau erfolgt im Normalfall vor der eigentlichen Implantation und erfordert eine gewisse Zeit für die Integration des neuen Knochengewebes. Der Heilungsprozess kann je nach Umfang des Knochenaufbaus variieren und dauert in der Regel mehrere Monate. In seltenen Fällen, bei einem nicht sehr umfangreichen Knochenaufbau, kann das Implantat in derselben Sitzung eingebracht werden. Im Normalfall wird jedoch gewartet, bis der Knochen ausreichend stabil ist. Erst dann kann die eigentliche Implantation erfolgen. Dieser zeitliche Ablauf gewährleistet eine optimale Verankerung des Implantats im neu geschaffenen Knochenbett.