Der Zahn-Fahrplan für Ihre Schwangerschaft

17.09.2026

Eine Schwangerschaft verändert vieles im Körper, auch im Mund. Viele werdende Mütter wundern sich, wenn das Zahnfleisch plötzlich empfindlicher reagiert oder beim Zähneputzen blutet. Im Zentrum Zahngesundheit in Ingolstadt begleiten wir Patientinnen regelmäßig durch diese besondere Zeit. Deshalb geben wir Ihnen hier einen kurzen Überblick mit den wichtigsten Empfehlungen für Ihre Zahngesundheit in der Schwangerschaft an die Hand.


Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

 

  • Informieren Sie Ihre Zahnarztpraxis frühzeitig über Ihre Schwangerschaft und die aktuelle Woche
  • Vereinbaren Sie einen Kontrolltermin im ersten Trimester und einen weiteren im letzten Trimester
  • Planen Sie notwendige Behandlungen und die professionelle Zahnreinigung nach Möglichkeit im zweiten Trimester
  • Putzen Sie zweimal täglich mindestens zwei Minuten lang, am besten mit einer weichen Zahnbürste
  • Reinigen Sie täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder einer Interdentalbürste
  • Nutzen Sie bei erhöhter Übelkeit eine fluoridhaltige Zahnpasta und warten Sie nach Erbrechen kurz mit dem Zähneputzen, um den Zahnschmelz zu schonen
  • Achten Sie bei Heißhungerattacken auf zuckerarme Snacks und trinken Sie bevorzugt Wasser
  • Nehmen Sie Zahnfleischbluten ernst und lassen Sie es zeitnah abklären, statt es zu ignorieren
  • Nutzen Sie den Termin im dritten Trimester auch, um Fragen zur Zahnpflege Ihres Babys zu klären


Im Folgenden erklären wir die Hintergründe zu diesen Empfehlungen, damit Sie wissen, worauf es tatsächlich ankommt.


Warum sich das Zahnfleisch in der Schwangerschaft verändert

 

Der veränderte Hormonhaushalt, insbesondere der Anstieg von Östrogen und Progesteron, sorgt dafür, dass das Zahnfleisch stärker durchblutet wird. Es wird weicher, schwillt leichter an und reagiert empfindlicher auf bakteriellen Zahnbelag. Dadurch entsteht bei einem großen Teil der Schwangeren eine sogenannte Schwangerschaftsgingivitis, eine Zahnfleischentzündung, die sich durch Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten beim Zähneputzen bemerkbar macht. Das ist zunächst kein Grund zur Beunruhigung, sollte aber beobachtet und im Zweifel zeitnah bei uns abgeklärt werden, denn unbehandelt kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln.

Auch das Kariesrisiko steigt in der Schwangerschaft, unter anderem durch häufigeres Naschen oder durch Übelkeit mit Erbrechen, die den Mund vermehrt Säure aussetzt. Setzen Sie in dieser Zeit deshalb bewusst auf zuckerarme Snacks, ausreichend Wasser und eine kurze Wartezeit vor dem Zähneputzen nach dem Erbrechen, damit der bereits angegriffene Zahnschmelz nicht zusätzlich belastet wird.


Der richtige Zeitpunkt für Ihre Zahnbehandlung

 

Notwendige Behandlungen sollten Sie grundsätzlich nicht aufschieben, denn eine unbehandelte Entzündung stellt ein größeres Risiko dar als die Behandlung selbst. Für die Planung nicht dringender Eingriffe hat sich die Einteilung nach Trimestern bewährt.


Im ersten Trimester stehen Kontrolle und Beratung im Vordergrund, größere Eingriffe verschieben wir, wenn möglich, da sich in dieser Phase die Organe des Kindes ausbilden.


Das zweite Trimester, etwa von der 13. bis zur 27. Woche, gilt als idealer Zeitpunkt für notwendige Behandlungen und professionelle Zahnreinigungen, da das Risiko für Komplikationen hier am geringsten ist.


Im dritten Trimester vermeiden wir umfangreichere Behandlungen nach Möglichkeit, da langes Liegen auf dem Rücken unangenehm werden kann, akute Beschwerden behandeln wir aber selbstverständlich trotzdem.


Was bei Röntgen und Betäubung zu beachten ist

 

Viele werdende Mütter sind unsicher, ob zahnärztliche Standardverfahren während der Schwangerschaft bedenkenlos möglich sind. Eine örtliche Betäubung gilt in der zahnärztlichen Behandlung als sicher, wir verwenden hierfür bewährte, gut verträgliche Wirkstoffe in der notwendigen Mindestdosis. Röntgenaufnahmen fertigen wir während der Schwangerschaft nur an, wenn sie unbedingt erforderlich sind, in diesem Fall schützen wir Sie zusätzlich mit einer Bleischürze. Sprechen Sie uns bei Unsicherheiten jederzeit an, wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.


Professionelle Zahnreinigung als wichtige Unterstützung

 

Da Zahnbelag der Hauptauslöser für die Schwangerschaftsgingivitis ist, ist eine professionelle Zahnreinigung während der Schwangerschaft besonders wertvoll. Bei uns im Zentrum Zahngesundheit setzen wir dabei auf die schonende Guided-Biofilm-Therapy-Methode, kurz GBT. Dieses moderne Verfahren entfernt bakteriellen Biofilm mit einem feinen Pulverstrahl nahezu schmerzfrei und schont dabei Zahnfleisch und Zahnhartsubstanz, ein Vorteil, der werdenden Müttern mit empfindlichem Zahnfleisch besonders entgegenkommt.


Unsere Empfehlung für werdende Mütter 

 

Im Zentrum Zahngesundheit in Ingolstadt nehmen wir uns für Schwangere besonders viel Zeit, hören zu, beraten individuell und passen jede Behandlung an Ihre Situation an. Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, vereinbaren Sie gerne frühzeitig einen Termin zur Kontrolle oder zur professionellen Zahnreinigung. So legen Sie gemeinsam mit uns den Grundstein für gesunde Zähne, für sich selbst und für Ihr Kind.


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Weitere Informationen zu unserer Praxis und unseren Leistungen finden Sie unter zentrumzahngesundheit.de.

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